Vertrau dich Gottes Fürsorge an!

15.05.2021

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Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch. Seid besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur darauf, dass er einen von euch verschlingen kann. Stark und fest im Glauben sollt ihr seine Angriffe abwehren. Und denkt daran, dass alle Brüder und Schwestern auf der Welt diese Leiden ertragen müssen. Gott aber, von dem ihr so viel unverdiente Güte erfahrt, hat euch durch Christus dazu berufen, nach dieser kurzen Leidenszeit in seine ewige Herrlichkeit aufgenommen zu werden. Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. Ihm allein gehört alle Macht für immer und ewig. Amen.“

(1. Petrus 5:7-11 HFA)

Eine schwierige Zeit erscheint erträglicher, wenn man weiß, dass sie begrenzt ist. Auch 2. Korinther 4:17 spricht von einer „Leidenszeit“, die wir durchlaufen müssen und die relativ "kurz" ist im Vergleich zu dem unermesslich Guten, was danach kommt:

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„Denn obwohl die Drangsal von kurzer Dauer und leicht ist, bewirkt sie für uns eine Herrlichkeit, die an Gewicht immer mehr alles Maß übertrifft und ewig dauert.“

(2. Korinther 4:17 NWÜ)

Wie lange wird diese Drangsal oder Bedrängnis dauern? Wie lange ist „von kurzer Dauer“?

Im Bibelbuch Offenbarung ist an verschiedenen Stellen die Rede von einer Verfolgungszeit von

  • dreieinhalb Zeiten (Offenbarung 12:14) oder
  • 42 Monaten (Offenbarung 11:2, Offenbarung 13:5) oder
  • 1260 Tagen (Offenbarung 11:3).

Wenn man pro Monat 30 Tage rechnet, sind alle diese Zeitspannen dreieinhalb Jahre lang. Auch die Endzeitvision, die der Prophet Daniel vor etwa zweieinhalbtausend Jahren erhielt, erwähnt schon die Zeitspanne von dreieinhalb Jahren, sogar zweimal:

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„[Dieser Endzeit-König wird] es sich erlauben, Worte gegen den Höchsten zu richten. Er wird die Heiligen des Höchsten aufreiben und versuchen, Zeiten und Gesetz zu ändern. Die Heiligen werden für eine, zwei und eine halbe Zeit* in seiner Gewalt sein. (*Fußnote: dreieinhalb Jahre)“

(Daniel 7:25 NBH)

„[Der Engel] erhob beide Hände zum Himmel und schwor bei Gott, der ewig lebt: »Es dauert noch einen Zeitraum, dann zwei Zeiträume und einen halben Zeitraum*. Wenn die Kraft des heiligen Volkes Gottes gebrochen ist, dann kommt alles zu seinem Ziel!« (*Fußnote: dreieinhalb Jahre)“

(Daniel 12:7 HFA)

Wildes Theater auf der Weltbühne

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Was liegt vor uns in diesen (vermutlich) dreieinhalb Jahren, liebe Geschwister? Wir wissen nicht, wann genau sie beginnen, aber eines ist sicher: Es wird eine Zeit von Full-Control, ein großes Theaterstück, dessen Kapitel, Szenen und Auftritte Gott für uns schon lange skizziert und umrissen hat (unter anderem in der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel).

Wir sollen uns beugen. Aber wir beugen uns nicht. Als Gottes angenommene Kinder machen wir keinen gewaltsamen Widerstand, sondern wir entwickeln mit Seiner Hilfe in uns die sanfte, unerbittliche innere Stärke, die auch Christus selbst zu eigen war.

Wer sich nicht beugt und dem Biest-artigen Herrschaftssystem anschließt, wird „weder kaufen noch verkaufen können“ (Offenbarung 13:17). Was bleibt dann?

  • Tauschhandel,
  • Vorräte anlegen,
  • Selbstversorgung,
  • gegenseitige Hilfe –

und die reale Möglichkeit von Wundern. Ja, Wunder. Dazu kommen wir später.

Entscheidend ist: Worauf richte ich meinen Blick?
Auf das Unsichtbare!

Foto: Asim Alnamat, Pexels
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„Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange. Es ist leicht zu ertragen und bringt uns eine unendliche, unvorstellbare Herrlichkeit. 18 Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig.“

(2. Korinther 4:17-18 HFA)

Liebevoll-eindringlich mahnte unser Herr Jahuscha (Jesus) selbst in der Bergpredigt, wir sollten uns niemals Sorgen machen darüber, ob wir genug zu essen, zu trinken und anzuziehen hätten, und sagte abschließend:

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„So fahrt fort, zuerst das Königreich und Gottes Gerechtigkeit zu suchen [das Unsichtbare], und alle diese Dinge [das Sichtbare] werden euch hinzugefügt werden. Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.“

(Matthäus 6:33, 34)

Und Spott und Enteignung?

Sogar Diffamierung oder der Raub unserer Habe (ein tatsächlicher materieller Verlust, Diebstahl oder Enteignung) erscheinen als ein guter Tausch, wenn wir es schaffen, unseren Blickwinkel zu ändern:

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„Viele von euch wurden in aller Öffentlichkeit verspottet und gequält; andere halfen denen, die so leiden mussten. 34 Ihr habt mit den Gefangenen gelitten, und ihr habt es sogar mit Freuden ertragen, wenn man euch euer Hab und Gut [das Sichtbare] wegnahm. Denn ihr wisst, dass ihr durch Christus etwas viel Besseres besitzt, einen bleibenden Wert [das Unsichtbare!].“

(Hebräer 10:33-34 HFA)

Gott wird euch alles geben

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„Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft. Aber ihr müsst standhaft bleiben und tun, was Gott von euch erwartet. Er wird euch alles geben, was er zugesagt hat. Denn das steht fest: »Schon bald wird der kommen, der angekündigt ist. Er wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nur wer mir, Gott, vertraut, wird meine Anerkennung finden und leben. Wer aber zurückweicht und aufgibt, an dem werde ich kein Gefallen finden.« Doch wir gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verloren gehen. Wir gehören zu denen, die am Glauben festhalten und das ewige Leben gewinnen.“

(Hebräer 10:35-39 HFA)

Jetzt kommen wir zu den Trümpfen, die nur Jahuwah Gott (JHWH) und unser himmlischer König Jahuscha (Jesus) ausspielen können: Wunder.

Wenn dich mal wieder ein mulmiges Gefühl befällt, dann schlag doch die folgenden Texte in deiner Bibel auf und lies sie laut. Sie zeigen Gottes Macht und sind Beispiele für seine originellen Lösungen.

"Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken?"
Gottes Lebensmittelwunder

Nürnberger Bibel, um 1400

Nahrung „aus dem Nichts“:

Das Volk Israel wurde 40 Jahre lang durch Manna vom Himmel ernährt, und niemand hatte Mangel, jeder wurde satt. (2. Mose 16:14-18)

Mitten in der Wüste servierte ein Engel dem erschöpften, verzweifelten Propheten Elia einen runden, frischgebackenen Kuchen, der ihm Kraft gab für eine 40tägige Wanderung. (1. Könige 19:6-8) (Diesen Kuchen wünschen wir uns auch!)

Einsatz von Tieren:

Elia soll sich am Bach Krit verstecken und wird auf Gottes Befehl von Raben versorgt, die regelmäßig Brot- und Fleischstücke für ihn fallen lassen. (1. Könige 17:2-6)

Einsatz barmherziger Mitmenschen:

Jeremia lebte in einer belagerten Stadt, die hungerte, und doch wurde er bis zum Schluss zuverlässig mit Nahrung versorgt:

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„Demgemäß gebot König Zedekịa, und sie setzten Jeremia dann im Wachthof in Gewahrsam; und man gab ihm täglich einen runden Laib Brot aus der Straße der Bäcker, bis alles Brot aus der Stadt aufgezehrt war. Und Jeremia blieb im Wachthof.“

(Jeremia 37:21)

Identische Reduplikation:

Elia bei der Witwe in Zarephat: Der große Krug Mehl und der kleine Krug mit Öl wurden nicht leer, und sie aßen zu mehreren Monatelang davon. (1. Könige 17:8-16)

Jesus teilte und vermehrte 5 Gerstenbrote und 2 gebratene Fische, so dass mehr als fünftausend Menschen davon satt wurden und sogar noch ein Überschuss von 12 Körben voll übrigblieb! (Johannes 6:9-13)

Das waren nur einige Nahrungsmittelwunder. Außerdem wurden Ketten gelöst, Schlösser geknackt, Türen geöffnet, Feinde mit Blindheit geschlagen, ... Gott ist Spezialist für Rettung aus aussichtslosen Situationen. Und selbst wenn der Tod uns erreicht, wird auch das nur vorübergehend sein, denn durch unseren Glauben und unser Vertrauen in Jahuscha ha-Maschiach (Jesus Christus) sind wir bereits "zum Leben übergegangen" und werden von ihm wieder auferweckt. (Johannes 5:24 - 28)

Fazit:

Wenn der Allmächtige Gott Jahuwah und sein bevollmächtigter König Jahuscha für uns sind – wer wird gegen uns sein? (Römer 8:31)

Niemand kann uns aus ihrer Hand reißen:

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„Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie, sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verlorengehen und niemand wird sie mir entreißen. Denn mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, was es gibt; niemand kann sie ihm entreißen.“

(Johannes 10:27-29 NBH)

Ihre Möglichkeiten sind grenzenlos, denn sie sind die Herren über Raum und Zeit, über Energie und Materie. Und sie haben uns versprochen, uns immer in der Versuchung zur Seite zu stehen und uns genau das zu geben, was wir gerade brauchen:

  • Innere Kraft, um standzuhalten, selbst wenn „das Schwert“ droht, (Offenbarung 13:10)
  • Zuversicht, um durchzuhalten, selbst wenn wir „Gefangenschaft“ erleiden, oder
  • einen wunderbaren Ausweg zu schaffen, die Dinge zu wenden und uns zu befreien.

Jesus Christus versicherte seinen Nachfolgern, dass Gott "seinen Auserwählten zuliebe die Leidenszeit begrenzen und verkürzen" würde, und dass es eine "riesige Menschenmenge" von Überlebenden der Bedrängniszeit geben würde. (Matthäus 24:22 und Offenbarung 7:9, 14). Beides setzt voraus, dass Vater und Sohn uns jederzeit fest im Blick behalten. Ein schöner Gedanke.

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„Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.

(1. Korinther 10:13 HFA)

Üben, üben, üben ...

Beten wir schon jetzt darum! Üben wir das Gott-Vertrauen und den Wechsel des Blickwinkels,
setzen wir sozusagen immer öfter "Gottes Brille" auf und fokussieren wir uns immer wieder auf das Unsichtbare!

Bauen wir an einem unerschütterlichen Glauben! (Matthäus 7:24, 25)

Lassen wir uns in Gottes Hand fallen. Vertrauen wir uns Gottes Fürsorge an!

Foto: Juan Pablo Serrano Arenas, Pexels