Der Obrigkeit gehorchen – wann?

26.08.2020 – Artikel offline lesen

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„Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, die sind, sind von Gott verordnet. Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.“
(Römer 13:1, 2 ELB)

Wachtmeister mit Pickelhaube

Soll ein Christ der Obrigkeit gehorchen? Römer 13:1-7 scheint auszusagen „Ja, immer!“

Allerdings kann man sagen, dass Paulus hier die IDEALE Regierung beschreibt: die das Gute belohnt und das Schlechte bestraft und auf diese Weise „Gottes Dienerin zum Guten“ ist (Verse 3 und 4). Solch einer Regierung MUSS man sich unterordnen.

Auch 1. Petrus 2:13, 14 spricht von einem König und von „Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden, um Übeltäter zu strafen, aber die zu loben, welche Gutes tun.“ Solchen Autoritätspersonen sollte man sich um des Herrn Willen unterwerfen, schrieb Petrus unter Inspiration.

ABER!

In Lukas 4:5-8 behauptet der Teufel, dass alle Königreiche dieser Welt ihm gegeben seien und dass er nach Willkür darüber verfügen könne!

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"Da führte ihn der Teufel auf eine Höhe, zeigte ihm von dort in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde und sprach zu ihm: All diese Macht und dieser Reiche Herrlichkeit will ich dir geben; denn mir ist sie verliehen, und ich kann sie schenken, wem ich will. Fällst du nun vor mir nieder und huldigst mir, so soll es alles dein sein!" (Lukas 4:5-7 GANTP)

Wenn die Obrigkeit dem Teufel gehört, warum sollten wir ihr dann gehorchen? Das ist doch paradox!

Untersuchen wir zuerst, ob das überhaupt stimmt, was der Teufel hier behauptet.

  • Indiz Nr. 1: Jahuscha (Jesus) hat seine Behauptung nicht bestritten, sondern hat sein Angebot zurückgewiesen (siehe Lukas 4:8).
  • Indiz Nr. 2: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist.“ (1. Johannes 5:19b)
  • Indiz Nr. 3: Der Kampf eines Engels Gottes mit dem „Archon [Dämonenfürst] des Reiches Persien“ (Daniel 10:13) deutet darauf hin, dass Satans Engel geografische Gebiete der Erde beherrschen, ähnlich wie menschliche Regierungen.

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Also: Die Regierungen dieser Welt SIND in Satans Macht.

Wenn man sich Regierungs- und Verwaltungsorgane als Pyramide vorstellt, ist die Spitze absolut unter Satans Einfluss, und die Basis kommt oft dem guten göttlichen Vorbild noch am nächsten.

Warum sollten wir uns der Obrigkeit dennoch unterordnen?

Grund 1: Eine Bibelübersetzung formuliert: „Die obrigkeitlichen Gewalten sind in ihrer relativen Stellung als von Gott angeordnet“ (Römer 13:1 NWÜ) – nämlich als Mittel zur Eindämmung von absolutem Chaos und Anarchie in der menschlichen Gesellschaft.

Grund 2: „Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun das Gerede der Unwissenheit der unvernünftigen Menschen zum Schweigen bringt.“ (1. Petrus 2:15) Also als Vorbild und als Glaubenszeugnis für gottferne Menschen.

Die Unterordnung ENDET natürlich, wo sie Gottes Auftrag und Gottes Gerechtigkeit zuwiderläuft. Als die jüdische Obrigkeit das Predigen des Evangeliums verbot, gehorchten die Apostel NICHT. (Apostelgeschichte 5:27-29) Ebenso hätte eine Regierung, die das Gute bestraft und das Böse fördert statt umgekehrt, ihren Anspruch auf den Gehorsam eines Christen verspielt, denn Gottes Wort sagt:

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„Wehe denen, die sagen, daß Gutes böse sei und Böses gut sei, denen, die Finsternis als Licht hinstellen und Licht als Finsternis, denen, die Bitteres als Süßes hinstellen und Süßes als Bitteres!“ (Jesaja 5:20)

Regierungen in der Zukunft – was sagt die Bibel voraus? Und wie sollten wir uns dann verhalten?

Gottes Prophet Daniel bekam die Voraussicht auf ein viertes wildes Tier, brutal und sehr zerstörerisch, eine Weltmacht, die anders war als die vorhergegangen Mächte:

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„Zuletzt sah ich in der Vision ein viertes Tier. Sein Anblick war grauenerregend, und es strotzte vor Kraft. Was es mit seinen gewaltigen Zähnen aus Eisen nicht zermalmte und hinunterschlang, das zertrat es mit den Füßen. Von den anderen Tieren unterschied es sich völlig. Es hatte zehn Hörner.“ (Daniel 7:7 HfA)

Wilde Tiere sind in der Bibel Symbole für Könige, Reiche, Regierungen. Dieses Bild einer kommenden Weltmacht begegnet uns wieder am Ende der Bibel im Buch Offenbarung, das unsere heutige Zeit und unsere Zukunft beschreibt. (vereinfacht gesagt)

Lies Offenbarung Kapitel 13, und lies es mehrmals, denn es betrifft unsere nahe Zukunft!

Die Wilde-Tier-Weltmacht wird die "Heiligen" (Nachfolger des Christus) bekriegen und sogar überwinden. (Vers 7; auch Daniel 7:21)

Gilt dann noch die Gehorsamspflicht? Natürlich nicht!! Im Gegenteil: Wer das „Wilde Tier“ bewundert und anbetet, der wird NICHT in Gottes Buch des Lebens stehen. (Vers 4 und 8) Wer sich dem Zwang beugt und dessen „Zeichen“ an der Stirn oder der rechten Hand annimmt, hat es einfacher. Wer sich dagegen verweigert es anzunehmen, kann zwar weder kaufen noch verkaufen, aber hat mit Sicherheit Gottes Unterstützung. (Offenbarung 13:16-18)

Katze vor geschlossener Katzenklappe

Das erinnert aktuell an die Ankündigungen mancher Regierenden, dass man erst nach Annahme einer Imp†ung wieder zur Normalität zurückkehren und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann (Einkaufen, Veranstaltungen, Reisen ...). Geplant ist, mit der Imqfung gleich eine Art digitalen Imptausweis mit zu verabreichen in Form eines Chips oder Nanopartikeln, die mit Informationen bespielt werden (Marker). Dann braucht es nur noch am Eingang von Supermärkten und Kinos ein Ablesegerät, das die Tür öffnet – oder verschließt. Kein „Zeichen“ – kein Eintritt, ähnlich wie bei einer digitalen Katzenklappe.

Die Großen der Welt lehnen sich gegen Christus auf

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„Die Großen der Welt lehnen sich auf.
Sie tun sich zusammen gegen Jahwe.
Gegen seinen Messias gehen sie an:
"Los, wir zerbrechen ihr Joch,
befreien uns von ihrem Strick."
[...]
Und nun, ihr Könige, kommt zur Vernunft!
Lasst euch warnen, Richter der Welt!
Unterwerft euch Jahwe und zittert vor ihm - und jubelt ihm zu!
Verehrt den Sohn, damit er nicht zürnt
und euch umbringt auf eurem Weg,
denn leicht erregt sich sein Zorn!
Doch in seinem Schutz haben alle es gut!“
(Psalm 2:2, 3, 10-12 NBH)

Könige, Fürsten, hohe Amtspersonen, Richter, die Großen dieser Welt – das alles sind Bezeichnungen für unsere Obrigkeit. Eine Obrigkeit, die gegen den Allmächtigen Gott Jahuah und seinen gesalbten König Jahuscha-ha-Maschiach rebelliert.

Skala zwischen wohlwollender Obrigkeit und menschenverachtender Obrigkeit

Wir befinden uns also jetzt in einem Spannungsfeld zwischen wohlwollender Obrigkeit und menschenverachtender Obrigkeit, zwischen gottgefälligem Gehorsam und gottgefälligem Ungehorsam. Wie positionieren wir uns? Das wird eine täglich neue Entscheidung werden (oder ist es jetzt schon), bei der uns unser Herr Jahuscha (Jesus), der seine liebende Aufmerksamkeit auf uns richtet, und der heilige Geist Gottes mit ihrer Führung helfen werden, unseren Weg zu finden.

Bitten wir sie darum.

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„Wir müssen Gott mehr gehorchen als Menschen.“ (Apostelgeschichte 5:29)

„In Erwiderung aber sagten Petrus und Johạnnes zu ihnen:
„Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst.(Apostelgeschichte 4:19)


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YouTube Videotipp:

Als Ergänzung zu diesem Thema empfehlen wir die Predigt von Pastor Jakob Tscharntke:
"Christ und Obrigkeit - Gott weist uns ans Recht"