Das Abendmahl – eine Einladung für alle?

Was am 14. Nisan 33 u.Z. geschah, veränderte die Welt: Jesus Christus hielt mit seinen Jüngern ein feierliches Abendmahl.

Zu verstehen, was am 14. Nisan geschah, kann auch unsere Welt, deine und meine Weltsicht verändern.

Schauen wir uns also an, was an jenem Abend geschah und welche Bedeutung es tatsächlich für Dich und mich hat ...

Der Bericht von Matthäus über diesen Abend lautet:

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"Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das FÜR ALLE MENSCHEN vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit DEN MENSCHEN schließt." (Matthäus 26:27, 28; GN)

Auch der Wachtturm bestätigt zu diesem Thema:

"Der Apostel Johannes schrieb über die Tragweite des Lösegeldes Christi: „[Jesus Christus] ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1. Johannes 2:2). Christi Lösegeld ist also FÜR DIE GANZE MENSCHHEIT da."
(Wachtturm 1.3.2008 Seite 4-7; Hervorhebungen von uns)

Sollten dann nicht ALLE MENSCHEN von den Symbolen für Christi Leib und Blut nehmen, ALLE, die sein Lösegeld gern annehmen?

Das wäre nur logisch!

Gedächtnismahl der Zeugen Jehovahs

Zeugen Jehovas lernen aber, dass der Loskaufsbund (Sühneopfer) NUR für die 144.000 Geistgesalbten sei. Nur Menschen mit der himmlischen Hoffnung dürften beim Abendmahl von den Symbolen nehmen. Alle anderen Menschen seien nur Beobachter, sekundäre Nutznießer.

Deshalb isst und trinkt bei der Gedächtnismahlfeier fast keiner von Brot und Wein, die Christi kostbares Opfer für uns symbolisieren. Und Zeugen Jehovahs sind nicht die einzigen, die das Abendmahl auf diese Weise begehen ... dazu mehr im Artikel "Ein Abendmahl, zwei Bünde".

Was ist der Zweck des Abendmahls?
Und was noch wichtiger ist:

Was möchte Jesus selbst, unser geliebter Retter, von uns sehen?

Der Zweck des Abendmahls

Warum feiern wir überhaupt das Gedächtnismahl? Als Antwort möchten wir Paulus zitieren:

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"Sooft ihr dieses Brot esst und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn, bis er gekommen ist." (1. Korinther 11:26)

Das bedeutet: einen Teil unseres Verkündigungswerkes, das unser Herr Jesus uns aufgetragen hat, leisten wir dadurch, dass wir "dieses Brot essen und diesen Becher trinken". Von "unberührt weiterreichen" oder "respektvoll beobachten" war nicht die Rede (diese Vorstellung wäre den ersten Christen wohl ziemlich absurd vorgekommen ...).

"Dieses Brot essen und diesen Becher trinken" ist also eine symbolische Handlung, durch die wir uns öffentlich zu unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus bekennen, der für uns gestorben ist.

Natürlich verkündigen wir "den Tod des Herrn" und seine Auferstehung auch durch unser Predigtwerk als Zeugen.

Wie war die Entwicklung bei den Zeugen Jehovahs?

"Verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich!" hieß der dringende Aufruf auf dem Kongress 1922 in Cedar Point (Ohio). Damit wurde das Verkündigen durch das öffentliche Predigen in den Mittelpunkt gerückt und enorm gefördert.

Doch zwölf Jahre später, 1934, wurde das aktive Teilnehmen am Abendmahl für alle Christen abgeschafft und gelehrt, es sei ab jetzt nur den Christen mit himmlischer Hoffnung vorbehalten. Seitdem dürfen die Gläubigen mit irdischer Hoffnung nur "beobachten", nicht mehr selbst aktiv teilnehmen und dadurch auch nicht mehr auf diese Weise den Tod des Herrn verkündigen!

Ignoriert man damit nicht Jesu ausdrückliche Anweisung, "esst und trinkt"?

Was erwarten JHWH Gott und Jesus, unser König, von uns?

Jesus handelt immer in Einklang mit JHWH Gott. Und Jesu ausdrückliche Erwartung an jeden von uns ist: Bleibe in Gemeinschaft mit mir, indem du meine Worte beherzigst und meine Gebote hältst. (Johannes 6:56; 14:23)

Seine Worte und sein Gebot in Bezug auf das Abendmahl waren einfach und eindeutig:

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»Nehmt und esst, das ist mein Leib!« Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das für ALLE Menschen vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit den Menschen schließt.«" (Matthäus 26:26-28)

Gott ist "der Retter ALLER Arten von Menschen, besonders von treuen." (1. Timotheus 4:10)

Ist es denn schlimm, wenn man nicht selbst beim Abendmahl isst und trinkt? Lassen wir die Bibel selbst antworten:

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"Da sagte Jesus zu ihnen: ,Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr NICHT das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, habt ihr das Leben NICHT in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. [...] Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ißt, durch mich leben‘ ." (Joh. 6:53-57, JB)

Ob man beim Abendmahl von den Symbolen für Jesu Fleisch und Blut isst und trinkt, ist also eine Frage von Leben und Tod! Sogar von ewigem Leben und ewigem Tod!

Übrigens feiern die Satanisten ihr "Abendmahl", indem sie ebenfalls die Symbole Brot und Wein herumreichen und demonstrativ NICHT davon nehmen, um ihre Ablehnung gegenüber Christus auszudrücken.

Willst du es machen wie sie?

Und was ist von einer "christlichen" Organisation zu halten, die durch ihre Lehre die Schafe Christi von ihrem Hirten und Lebensretter trennt?

Willst DU treu den Tod des Herrn verkündigen, bis er wiederkommt?

Jesus freut sich, wenn wir uns zu ihm bekennen.

Und er sagte: "Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich." Nach unserem Verständnis können wir das Abendmahl auch an anderen Tagen gebetsvoll feiern, unseren Glauben an Gottes Sohn bekennen und seinen Tod verkündigen, bis er wiederkommt.

Jesu einladende Hand

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Lesetipp:

Lies den anderen Artikel zum Thema: "Ein Abendmahl, zwei Bünde".

Videotipp:

"Das Abendmahl — sollte ein Christ von den Symbolen nehmen?" von Wahrheitsliebe (YouTube-Kanal)